Good bye

Today, my dears, I am saying hello for the last time on this blog. After so many years, I finally feel like it is time for me to move on to a new phase in my life.

So, what does that mean? I am leaving the blogosphere and will say goodbye to Haeckelsdream.

Why am I going to stop contributing to the blog? I think my work here is done. All what I know is said and written. During this time I met wonderful and interesting people, I had nice discussions, but apart from this I felt more and more umcomfortable. Sharing the history of my ancestor, my thoughts an dreams concerning Haeckel.. I loved it first, later I felt depressed. I recveived lovely e-mails and comments, I received messages from peoples who are also interested in Haeckel but I learned that I can’t answer their questions. Sharing their thoughts and dreams with my dreams.. that’s too much for me. 

I have had the Impact that I want to have for the time being, and it has been an absolute privilege to be included among such a wonderful, creative, supportive community of bloggers.

But for now I want to retreat to “normal” life, apart from this blog, my famous ancestor and more. 

So then, will I ever blog again? I don’t know! 

A a conclusion, I have enjoyed beyond measure the conversations, community, and friendships I have shared with all of you lovely people who read Haeckelsdream . And now it is time to say

Good bye ❤ 

P.S.:  Follow me on Instagram- I would love to see you there

Heute schreibe ich meinen letzten Blogeintrag auf Haeckelsdream. Nach über 10 Jahren Ahnenforschung und fast 5 Jahren Haeckelsdream denke ich, ist es Zeit eine neue Richtung einzuschlagen. Irgendwie brauche ich Abstand.  Von der Welt online, um mehr Zeit zu haben für die Welt offline. Einfach Ich sein.

Ich denke, ich habe alles gesagt und geschrieben. Alles ist endlich, auch meine Arbeit zum Thema Haeckel. Es hat viel Spass gemacht, es hat meinem Leben eine neue Richtung gegeben. In diesen 5 Jahren habe ich viel über mich, meine Familie und das Leben gelernt.

Ich habe viel schönes, aber auch einige unschöne Dinge erlebt. Aber so ist das Leben. In den letzten Monaten habe ich gemerkt, dass mir das Bloggen immer weniger Spass macht.  Es wurde mehr und mehr zur Verpflichtung. Fragt sich nur wem gegenüber. Weil ich Haeckels Nachfahrin bin? Weil ich irgendjemand etwas schuldig bin?

Eben!!

Das Bloggen war am Anfang so leicht- die Themen flogen mir zu und mit der Zeit wurde es immer schwerer. Was schreibe ich, was ist neu. Interessiert es?  Ich habe irgendwann angefangen die Statistiken zu kontrollieren- ich habe gesehen ob mein Blog gefällt oder nicht. Und das schlimme ist: Es wurde zur Pflicht. Ich muss mehr schreiben, ich muss den Blog füttern, etwas neues finden.

Schwindende Leserzahlen, eine Bewertung die nicht so toll ist wie man erwartet, immer das Gefühl zu haben, dass etwas von einem erwartet wird, Fragen die man irgendwann nicht mehr beantworten kann und will um sich selbst zu schützen….usw. 

Es wurde mir einfach zuviel.  Manchmal wollte ich den Blog löschen, ich habe ihn gehasst und irgendwie doch nicht.

 Und dann erkennt man, dass das nicht wichtig ist. Es erfreut wenn man merkt, dass der eine oder andere Eintrag inspiriert oder weiterbringt.

 Aber es ist viel wichtiger liebe Freunde zu haben, gesund zu bleiben. Bei sich zu sein.

Ich sein.

 Das Thema Haeckel ist für mich damit nicht abgeschlossen, aber alles was ich ab jetzt neues finde, werde ich nicht mehr öffentlich machen.

Ich werde mich weiter mit Nähen und meinen Zeitreisen beschäftigen, aber ich freue mich auch dies nun einfach zu geniessen, ohne die Kamera und das Notitzbuch mit mir herumzutragen.

Danke ihr lieben Leser für eure Treue hier auf dem Blog.

Danke dass ihr hier mitgelesen habt und mich 5 Jahre begleitet habt.

Alles Liebe und Gute für Euch

❤ – Silvermedusa

P.S.: Besucht mich auf Instagram 🙂 Dort könnt ihr weiterverfolgen, was ich so treibe 😉 

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Landhaus Haeckel 1936-2016)

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Das Walter-Haeckel Haus in Lochham bei München. Erbaut 1936. Auf dem Bild Walter, unbekannte Dame mit Schäferhund ( Renata Kühn? ) und Josefa

Hier bin ich aufgewachsen. Auf dem Bild seht ihr im ersten Stock ein geöffnetes Fenster. Das war mein Kinderzimmer. Eigentlich als Küche gedacht, später für mich zum Kinderzimmer umgebaut. Klein aber fein.

This is Walter Haeckels house at Lochham / Munich. It was built in 1936. On the Picture you can see Walter, an unknown woman ( Renata Kühn) and Josefa. At the first floor you can see an open window. This was my childsroom, actually it was a kitchen but then it was altered to a childsroom. I liked it.

haeckel-haus

Die Collage zeigt, wie sich das Haus im Laufe der Jahre verändert hat. 1938, 1968, 1970 und 2016. (Im Bild rechts: Ich mit meinem ältesten Bruder)

dsc04391Damals lag das Haus noch sehr idyllisch, in mitten von Feldern und Wiesen.

In 1936 the house was idyllically situated.



haus-gartenansicht

1938 noch mit Fensterläden, Blumenkästen und Beeten; 2016 mit Rolläden

1938 with window shutters and flower boxes; 2016 with roller shutters

 Gruppenbild vor der Haustür 2016 ( Meine Mutter, ich, mein ältester Bruder);  Horstmar mit Fahrrad 1938

Group Picture on the doorstep 2016( Mum, me, my brother) ; 1938 Horstmar Haeckel with his bicycle.

vor-dem-haus

haus-verschiedene-ansichten

Das Haeckelhaus 1966 vor der Sanierung, als meine Eltern in das Haus einziehen durften.

Walters house in 1966

fenster

Fensterbilder (ehem. Zimmer meines ältesten Bruders, Wohnzimmer, Speisekammer)

Window Pictures ( from my Brothers room; Living room; Larder

speicher

Der „berühmte“ Dachboden. Auf diesem lagerte die Aussteuer meiner Großtante Ingeborg, der Haeckelnachlass und sonstige schöne Dinge. Der verbotene Ort und mein liebster Spielplatz.

Vom Original eingerichteten Dachboden gibt es leider keine Fotos ( Betreten war ja schliesslich verboten 😉 ) Doch ich erinnere mich an drei riesige Schränke, viele Kisten und Kommoden.

Here you can see the „secret attic. Actually none of us were allowed to enter the attric in former times, because my great aunts endowment, Ernst Haeckels relief and other things were stored here. I was the only one who breaked the rule. The attic was my favorite playground. In former times it was filled with heavy cupboards, chests and boxes.

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Der schöne Apfelbaum, den meine Urgroßmutter Josefa zur Geburt meiner Mutter 1938 gepflanzt hatte.

This wonderful apple-tree was planted by Great grandmother Josefa, on the occation of my mums birth 1938

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Blick in die Laube, in der Josefa und Walter so gern Kaffee tranken.

Walters and Josefas favorite place to enjoy coffee.

Garten.jpg

Und der Garten selbst. Ein Paradies

The big Garden, a little paradise

Die Abdrücke von Großtante Ingeborgs genagelten Wanderschuhen auf dem lasierten Fussboden im Wohnzimmer

Greataunt Ingeborgs footsteps on the parkett at the living room. She walked with her heavy and nailed hiking boots on the fresh laised floor 😉

20161007_172151

Das Entwicklerbecken im Fotolabor im Keller in dem Horstmar und mein Bruder ihre Fotos entwickelten. In jenem Keller, in dem ich mich als Kind nie allein heruntertraute, weil ich immer dachte, dass im Fotolabor ein Bär wohnt. ( Vor der Sanierung lebten dort tatsächlich Tiere. Der Keller war damals dermassen feucht, dass sich eine Froschfamilie dort einquartierte). Unterm Dach ging es auch lebhaft zu. Der Kamin diente als Vogelnest, bis er Ende der 60 er Jahre eines Nachts unter schrecklichem Gepolter in sich zusammenfiel).

The sink in the little photographic laboratory in the cellar. As a child I was always afraid to go in the cellar because I was confinced that a big bear lives in the cellar.

34

Und so endet die Geschichte des Walter Haeckel Hauses Nr 34.

In den nächsten Wochen wird es abgerissen, eine Familie mit zwei kleinen Kindern wird dort ein neues Haus bauen.  Die Kinder werden auf dem Grundstück herumtollen, nichts ahnend von der Geschichte die dieses Grundstück einst erlebte, sie werden nicht hören was die Bäume ihnen zuraunen werden.

Was bleibt sind die Erinnerungen.

Mein Bruder und  ich haben gestern das Haus zum letzen Mal besucht. Wir haben uns verabschiedet und gegen Abend zum letzen Mal das Gartentürchen geschlossen.

Dann bin ich nach Hause geradelt.

And now it is time to say goodbye to Walters House. The house was sold by my parents, the new owner will demolish it and he will built a new one. His little children will enjoy the big garden and none of them will remember the history of this house.

Last sunday my brother and me said good-bye to our parents house. I went home without looking back. I assume will not come back for a long time. To see the house destroyd or a new one will break my heart.

1930’s fashion

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I can’t stop saying how much I love the wonderful and elegant 1930’s fashion.  This one is my favorite: A smart casual and feminine trouser suit.

Die Mode der 30er Jahre… wunderschön. Besonders die Damenanzüge: Weiblich und sportlich zugleich und ideal für die kommenden Sommertage.

DSC01955.1As a sort of confess: This master-peace is not made by me, apart from the blouse which I made last year ;-). I bought it years ago in a vintage store in Munich long time before I learned how to sew. It is made according to an original 1930 pattern. The whole suit is very comfortable and wonderful to wear. The fabric ( linen) is also original from the 30’s. I think I really should wear the ensemble more often.

Dieses Meisterwerk habe ich allerdings nicht selbst genäht. (die Bluse allerdings ist schon 😉 sie wurde letzten Sommer genäht). Ich habe den Anzug vor vielen Jahren in einem Laden in München erstanden. Der Anzug wurde nach einem Original Schnittmuster und wundervollem Leinenstoff aus den 30er Jahren genäht. Ich habe ihn bisher ganz selten getragen, aber ich denke, dass sollte dieses Jahr anders werden. 🙂

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A happy and wonderful new year 2016

Würzburg am Neujahrsabend 1853

Liebe Eltern!

„Das neue Jahr hat bei mir so angefangen, wie das alte geschlossen hat, d. h. ich schaue jetzt mit frohem Mut und hoffnungsvoller Zuversicht in mein künftiges Leben hinaus [..] – Einen Hauptvorteil habe ich in dieser Hinsicht dadurch in diesem Winter errungen, daß ich einsehen gelernt habe, daß es mit der Medizin nicht ganz so schlimm ist, wie ich dachte, obwohl sie als Wissenschaft wohl jämmerlich genug ist. [..] Die Hauptsache dabei ist jedenfalls das Selbstvertrauen, wie schon Mephisto sehr richtig bemerkt: „Denn wenn ihr euch nur selbst vertraut, vertraun euch auch die andern Seelen“ . . .(Ernst Haeckel: Entwicklungsgeschichte einer Jugend, Brief an die Eltern.)

❤ Ein recht schönes, gesundes und frohes neues Jahr liebe Leser ❤

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 Gestern Abend habe ich noch ein wenig in Haeckels Briefen an seine Eltern gelesen. Als ich heute morgen aufwachte, fielen mir als erste Gedanke wieder jene Zeilen ein.
Fast als hätte mir mein Vorfahr jenen Abschnitt aus seinem Brief noch einmal ans Herz gelegt und sie mir für das neue Jahr mit auf den Weg gegeben.
Goethes Faust war schon in der Schule meine Lieblingslektüre und das Zitat des Mephisto hat unser Deutschlehrer immer zitiert um uns aufzumuntern.
Heute ist der erste Tag, an dem mir meine Finger und Handgelenke nicht so scheußlich wehtun wie sonst und das sehe ich als gutes Omen an. 🙂
Der Januar steht für mich ganz im Zeichen der Sonne (deswegen die Sonnenmaske).
Warum das so ist, erzähle ich mit dem nächsten Post 😉
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“As soon as you trust yourself, you will know how to live.”
This quote is from Goethe`s Faust and was Haeckels motto for the new year when he studied medicine at Würzburg 1853.  When I woke up this morning my first thought was exactly this quote and I think this should also my motto for the new year.
So I wish you all a wonderful, bright and healthy new year 2016. ❤
I hope you like my Sunmask. January is characterized by the sun. I will tell you more with the next post. 😉

Silvermedusa

Vielleicht habt ihr euch schon öfter gefragt, warum ich das Pseudonym Silvermedusa gewählt habe.

Nun ja.. so ein Pseudonym ist schon etwas Praktisches. Man kann schreiben, ohne seine wahre Identität preiszugeben. 😉

Die Idee Pseudonyme zu verwenden ist ja nicht neu: Kurt Tucholsky z.B. war bei der Verwendung von Pseudonymen sehr kreativ, er verwendete gleich mehrere Pseudonyme wie Kaspar Hauser, Theobald Tiger, Peter Panther oder Ignaz Wrobel.

Und auch im Netz ist es ja durchaus üblich unter einem Pseudonym zu arbeiten.

Haeckels liebste Lebewesen waren die Medusen- oder die Quallen. Ihnen widmete er einen großen Teil seines Lebens. Und in der Villa Medusa sind sie heute noch als Deckengemälde, Intarsien in Möbelstücken oder als Stickerei auf den Kissen zu sehen.

Im Phyletischen Museum kann man eine ganze Kolonie von Quallen bewundern. Sie schwimmen in einem riesigen Zylinder und ernähren sich von kleinsten Krebschen. Ich könnte da jedes Mal Stunden davor stehen und mich an ihren Bewegungen erfreuen.

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Haeckel hat die Namen zweier geliebter Frauen in den wissenschaftlichen Namen von ihm klassifizierter Quallen verewigt: Eine Schirmqualle heißt Desmonema Annasethe nach seiner ersten Frau Anna Sethe

AnnasetheQualle

und eine Scheibenqualle Rhopilema Frida nach seiner Geliebten Frida von Uslar-Gleichen.

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Darum also Medusa.

Aber Silver.. weil Medusen so silbrig glänzen?

Frida von Uslar Gleichen nannte Ernst Haeckel Silberhäschen, er sie dagegen Taube.

Silberhäschen ist ja eigentlich wirklich nett, passte ja auch zu dem weißhaarigen Mann, und auch Haeckel war mit diesem Kosenamen sehr zufrieden. Es gibt sogar eine Zeichnung von Haeckel in der ein weisser Hase neugierig zu einer weissen Taube aufblickt die dicht über ihm auf einem Zweiglein sitzt. Aber als Pseudonym fand ich das etwas .. ja.. unpassend.

Aber Haeckel sollte in meinem Pseudonym schon vorkommen. Also nehmen wir von Silberhäschen das „häschen“ weg, schreiben an dessen Stelle die Medusa. Und damit es etwas „moderner“ klingt wird das Silber eben Englisch geschrieben.

Jetzt wisst ihr wie der merkwürdige Name Silvermedusa zustandegekommen ist.

Und nein, mit meinem richtigen Namen hat das Pseudonym nichts zu tun,. Obwohl er etwas „ernst“ klingt und längst aus der Mode gekommen ist ;-).


I assume some of my readers have often wondered why I use the Pseudonym Silvermedusa.

Well, it has become very usual to use a Pseudonym or a Nickname in Social Networks to hide is real Identity.

When I started this blog I was thinking about a Pseudonym and after a long search I decided to use Silvermedusa. And now I will tell you how I find this name.

Let us begin with the word Medusa. As you know Jellyfishes or Medusa were Haeckels favorite research object during his long life. He was so impressed of this elegant creatures that he decorated the walls, pillows and the furniture in his Villa Medusa with Jellyfishes. He also named two Jellyfishes after his first wife Anna -Desmonema Annasethe

AnnasetheQualle

and after his mistress Frida von Uslar Gleichen: Rhopilema Frida.

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And the word silver?

Haeckels mistress Frida von Uslar Gleichen gave Haeckel the nickname Silverrabbit. ( Haeckel named her Dove). I think Haeckel was very happy with his nickname. I found a postcard where you can see a little white rabbit which is looking after a Dove sitting in a tree.

And so I mixed these two words together and it results in Silvermedusa.

I really love this Pseudonym because it has really to do with Haeckel, my silver haired Ancestor and the wonderful Jellyfishes.