A little update and a message for you


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English text ( please scroll )

Nachdem meine Gelenke einfach nicht aufhören wollen zu lamentieren hat mein Medicus beschlossen, dass es nun genug sei und mich zur Kur angemeldet.

Nächste Woche werde ich mich dort einfinden und komme wohl erst Ende des Monats wieder nach Hause. Und somit muss ich meine erste Blogpause hier einlegen. 😥

Die Klinik liegt hoch auf einem Berg im bayerischen Voralpenland, nur Berge Wald ein paar Wiesen. Sehr idyllisch und ruhig. Vor einigen Jahren war ich schon einmal dort, und mir hat es damals recht gut gefallen. Besonders freue ich mich auf Anwendungen wie Moorbäder.

Ich werde den Blog sehr vermissen, das weis ich jetzt schon.

Ich wünsche euch einen wunderbaren Sommer, lasst es euch gut gehen und auf ein Wiedersehen im August.

( Vielleicht kann ich dann wirklich „Bäume“ ausreissen 😉 ).

DSC02311It is time my dear friends to announce an involuntary break from this little blog here.

During the last months I had a lot of painful rheuma attacks and since all the sensitive medicine did not work, my doc wanted me to stay some weeks at at special hospital in the Bavarian Prealps. I was there some years ago for some weeks and I felt very comfortable. Hope that everything will go well and that I can leave the hospital very soon.

I will miss you dearly and cannot wait to welcome you back in August.

So I wish you all  my dear friends here a wonderful and splendid Summer with a lot of sunny days.

See you soon

 

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Da kam ich an einen geheimnisvollen Ort


Collage 2

Frühmorgens, wenn der Frühlingswind
In Pappeln spielt und Rüstern,
Und leis der Tau von Rosen rinnt,
Geht durch den Park ein Flüstern.

Vom Schloß her kommt’s wie Spuk und Husch,
Vom Wald wie flücht’ge Tiere,
Und Pierrots flitzen durch den Busch
Und schlanke Kavaliere.

Collage 1

Die hübschen Dämchen kommen all,
Den Puder in den Haaren,
Als wär‘ es wieder Karneval
Vor hundert, hundert Jahren.

Da ordnen sich zum Ringelreihn
Marquisen, Pfaffen, Narren;
Und leise Flöten klingen drein
Und zirpende Gitarren.

Collage 3

Es führt der alte Schloßkaplan
Mit Neigen und mit Wiegen
Den übermüt’gen Reigen an –
Husch, wie die Röckchen fliegen!

Das schließt die Kette, tanzt und schwirrt
Durch stille goldne Stunden –
Doch wenn im Schloß ein Fenster klirrt,
Dann ist der Spuk verschwunden.

( Sommerspuk im Park; Rudolf Presber )

Collage 4

Ein paar Eindrücke aus dem verwunschenen Park von Schloss Fussberg / Gauting, wo ich eine Stunde vor einer schönen Veranstaltung ein wenig Spazieren ging.

Collage 5

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Man sollte überhaupt nur solche Bücher lesen, die einen beißen und stechen*


*Franz Kafka

 

In den letzten Tagen hatte ich endlich genug Zeit und Muße mich der Literatur zu widmen bzw dem Bücherturm auf meinem Nachttisch ;-).

Einige davon habt ihr ja vielleicht schon rechts in der Seitenleiste entdeckt und ich möchte sie euch gerne vorstellen.

Anatol Regnier: Enkel von Frank Wedekind, Sohn von Charles Regnier und Pamela Wedekind beleuchtet in seinem Buch die Schicksale von Menschen, die aus berühmten Familien stammen und im Schatten dieser bedeutenden und herausragenden Persönlichkeiten ihren eigenen Weg finden müssen. Beleuchtet werden in diesem Buch u.a. die Nachfahren von Thomas Mann, Peter Frankenfeld, Dietrich Fischer-Dieskau, Hans Fallada.  Lesenswert, berührend geschrieben. Ein Buch, das man gern in die Hand nimmt.

Mein Urgroßvater Walter Haeckel muss Frank Wedekinds Werke geschätzt haben und ihn wohl auch persönlich bei Auftritten erlebt haben.  Meine Großtante Ingeborg hat immer  von einem Lied erzählt, dass im Hause Walter Haeckel gern gesungen wurde. Es handelte von einem Mann der sturzbetrunken aus dem Wirtshause herauskommt, sich darüber mokiert, dass der Mond so komisch am Himmel steht und die Laternen wackeln und er – weil ja alle betrunken da draussen sind, nur er nicht- wieder ins sichere Wirtshaus zurückgeht. Dieses Lied wollte sie gern in der Schule vor der Klasse vortragen, die Lehrerin war entsetzt und schickte die kleine, enttäuschte Ingeborg mit den Worten: Das schickt sich nicht! wieder auf den Platz zurück.

Viel später, durch Zufall habe ich nicht nur das Lied sondern auch den Verfasser dieses Liedes entdeckt: Frank Wedekind.

Das Lied, dass meine Gr0ßtante so geliebt hat heisst: „Froh macht dein Lächeln„. So habe ich Frank Wedekinds Werke kennen und lieben gelernt und dadurch auch die Bücher von Anatol Regnier entdeckt. Das Haeckelsche Familiengrab auf dem Münchner Waldfriedhof war nur wenige Schritte vom Grab Frank Wedekinds entfernt. Meine Großtante meinte einmal: „So ist mein Vater immerhin in guter Gesellschaft. Der Dichter und sein größter Bewunderer in trauter Nachbarschaft. So muss es sein“.

Hinter Persönlichkeiten wie Lion Feuchtwanger, Lovis Korinth, Max Beckmann standen meist unbemerkt und meist im Hintergrund wirkend deren Ehefrauen, Partnerinnen. Dabei ermöglichten diese erst ihren Partnern die uneingeschränkte, künstlerische Entfaltung. Sie gaben ihnen Lebenskraft, Energie, stellten ihre eigenen Begabungen in den Hintergrund und widmeten Ihnen ihr Leben, ihre Interessen.  Wie in meiner Familie die stille Agnes Haeckel, die unsichtbar im Hintergrund agierte, die Kinder großzog und darüber krank wurde. Oder mein Urgroßmutter Josefa, die ihren Mann Walter stärkte, ihm ein Heim ermöglichte, ihn ihn schwerer Zeit beistand, Freud und Leid mit ihm teilte und ihre eigene große, künstlerische Begabung für ihn aufgab.

Das Portrait einer großartigen und faszinierenden Frau, einer begabten Fotografin. Eine stille Größe.

Marianne Breslauer habe ich schon einmal erwähnt. Bitte hier entlang klick

Ein Buch, dass mich dermassen gefesselt hat, dass ich bis in die frühen Morgenstunden hineingelesen habe. Marta Feuchwanger: Die Biografie einer mutigen, selbstbewussten Frau die durch ihre Schönheit, Lebensklugheit schon ihre Zeitgenossen faszinierte.

Die Geschichte einer Frau, die erst durch ihre unerwartete Verwandlung von einer jungen, attraktiven Frau in eine 80 jährige Greisin den Tod ihrer Tochter aufarbeitet und dadurch wieder zurück ins Leben findet.

Diesen Roman hat mir die Nachbarin  meiner Tante am Bodensee empfohlen. Ein Buch das zum Nachdenken anregt, schön zu lesen.  Erschienen im KaMeRu Verlag dessen Verlagsprogramm nicht alltägliche Bücher herausbringt. Bücher die „beissen und stechen.“ Die es dem Leser nicht zu einfach machen, also keine Lektüre für Zwischendurch, sondern die zum Nachdenken und Diskutieren einladen. „Junge Verlage mit anspruchsvollem Programm verdienen unsere höchste Aufmerksamkeit“ (Mein ehemaliger Chef aus der Buchhandlung)

Und jetzt wünsche ich euch viel Freude beim Lesen ❤

Dann essen wir ihn eben auf ;-)*


*  J.R. Tolkien,  Herr der Ringe 😉

Urlaub hat schon durchaus seine Vorteile. Man kann ausschlafen und den Tag über machen was man will, kreativ sein oder auch nicht. Endlich den Bücherstapel (stimmt nicht, inzwischen ist es ein Bücherturm 😉 ) neben dem Nachtkästchen nacheinander bearbeiten- Nachts lese ich einfach am liebsten.

Oder Biskuits backen.

In meinem inzwischen sehr vergrößerten Haeckelarchiv befinden sich zwei Gedenkmünzen mit Haeckels Konterfei. Da muss man doch etwas Schönes draus machen. Einen Kuchen mit kleinen Haeckeltalern, oder Springerle mit Haeckelmotiv. Und schon hatte ich die Idee, mir eine Form daraus zu machen.

Nur wie macht man aus dem „Positiv“ ein „Negativ“? Und welche Masse eignet sich am besten?  Schliesslich entschied ich mich für lebensmittelechten Fimo. Eine Art Knetmasse die sich beliebig formen und gestalten lässt.  Zunächst habe ich das Fimo durchgeknetet, zu einer Rolle geformt und Scheiben abgeschnitten. Auf die Scheiben legte ich etwas Frischhaltefolie, darauf habe ich die Münze gelegt und diese vorsichtig in die Masse gedrückt.  Die entstandenen Negative habe ich  anschliessend im Ofen gebacken, so härtet das Material schön aus und nach dem Abkühlen kann man sie beliebig verwenden.

In my little Haeckelarchive I have two specially coins with Haeckel’s portrait. Some month ago I had the Idea to make a mould from the coins for cookies or pies. First I wanted to use silicone but then I decided to make a muld from Fimo: Fimo is polymer clay, it is used for making many things inlcuding Jewelery or assecoirs. After I had shaped the form with a copy of the coin I baked the „negative“ in the oven. Half an hour later I held the finished moulds in my hand. 

Diese hier ist die schönste, finde ich.

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So, jetzt hatte ich endlich die Form. Doch welcher Teig eignet sich am besten? Meine ersten Versuche mit Mürbteig scheiterten, das Motiv floss förmlich auseinander und man erkannte nur noch einen Kreis in der Mitte des Biskuits.   Also muss der Teig feiner sein.  Und endlich fiel mir die Lösung ein: Marzipanrohmasse. Ich habe sie mit Lebensmittelfarbe gefärbt, die „normale“ geht zwar auch, aber man erkennt das Motiv nicht so gut.

As a next step I started some tests with the moulds. First I used short pastry to cover cookies but it results in that the portrait get lost. I learned that short pastry is not fine enough and so I was looking for a better pastry. Finally I found out that almond paste is fine enough to show the portrait very clearly. 🙂

And in the pictures below you can see the result 🙂 I am really please how they turned out and it is really funny to decorate my cookies or cakes with such a rare decoration.

So I have a wonderful gift for my friends 🙂

They are very delicious, especially with tea or a glas of wine.

Und das ist das Ergebnis.

 

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„Haeckelbiskuits“

 und sie schmecken recht gut, besonders zu Tee aber auch zu einem guten Glas Rotwein.

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Mein Bruder und mein Neffe waren begeistert- deswegen sind auch keine mehr übrig und ich sollte wieder welche machen.

😉  Mögt ihr auch welche?

 

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Die Schlacht bei Eggmühl im Jahre 1809 oder Napoleon gegen die Österreicher


Letzes Wochenende verbrachte ich einen unvergesslichen und beeindruckenden Tag in dem kleinen Dorf Eggmühl bei Regensburg. Napoleons Truppen kämpften dort im Jahre 1809 gegen die Östereicher. An jenem Orignalschauplatz wurde jene Schlacht nachgestellt. Es war mein erstes „fast“ Reenactment. Nur fast, da ich mit Maren nur als Tagesgast zu Besuch war, also nicht die ganzen 4 Tage im Zelt oder mit den anderen Darstellern in der bereitgestellten Unterkunft verbrachte.

Last Saturday I went with my dear friend Maren to Eggmühl / Regensburg to see the Battle of Eggmühl where Napoleon I fought against the Austrian army 200 years ago.

(The Battle of Eckmühl (also known as „Eggmühl“) fought on 21 April – 22 April 1809, was the turning point of the 1809 Campaign, also known as the War of the Fifth Coalition. Napoleon I had been unprepared for the start of hostilities on 10 April 1809, by the Austrians under the Archduke Charles of Austria and for the first time since assuming the French Imperial Crown had been forced to cede the strategic initiative to an opponent. Thanks to the dogged defense waged by the III Corps, commanded by Marshal Davout, and the Bavarian VII Corps, commanded by Marshal Lefebvre, Napoleon was able to defeat the principal Austrian army and wrest the strategic initiative for the remainder of the war.) (Source: Wikipedia)

Wer mehr über die Schlacht bei Eggmühl lesen will bitte hier entlang. Klick.

Im Geschichtsunterricht damals wurde zwar auch das Thema Napoleon behandelt, aber bei uns legte man den Schwerpunkt auf das Haus Wittelsbach: (Ich kann ja nix dafür) ;-):  Bayern wurde ja unter dem Minister Graf von Montgelas zum Mitglied im Rheinbund und Bündnispartner von Napoloeon. Dadurch wurde  Bayern zum Königreich und Max Joseph am 1.1.1806 König Max I. Joseph von Bayern. Dessen Tochter Auguste wurde mit Eugène de Beauharnais ( Napoleons Stiefsohn) verheiratet. Es heisst, das Max I Joseph so betrübt über die politische Heirat war, dass er es nicht fertig brachte, seiner geliebten Tochter diese Nachricht persönlich zu überbringen, sondern ihr mit Tränen in den Augen einen Zettel mit der Botschaft unter der Tür durchschob. ( Aber die Geschichte ging gut aus, die beiden führten eine glückliche und sehr harmonische Ehe).

Before we went to the battlefield we have had a lovely picknick with new and old friends in the wonderful garden behind Castle Eggmühl

Wir fanden uns erstmal zum Picknick mit lieben neuen und alten Freunden im Schlossgarten ein, bevor es zur Schlacht ging.

In der Mitte: Bonaparte 🙂 Keine Bulldogge kann so freundlich und zufrieden knurren wie er. 🙂

BonaparteSome of my friends were dressed as camp followers and sold their goods. Tomasz offered Tabac, Pipes and some „piquante pictures“ 😉 whereas Gundi and Albertine sold herbs, little boxes and paper flowers.

Wie es sich für ein historisches Dorf gehört, zogen auch Händler durch die Zelte und boten ihre Waren feil.  Tomasz  Warenkorb enthielt  Tabak, Pfeifen und *huch* Pikanterien. ( Was Mann eben so braucht 😉 )

Collage Tomasz

Ein wenig züchtigere Waren konnte man bei Gundi und Albertine erwerben : Kräuter für die Küche, Papierblumen, fein bestickte Stofftäschchen und kleine, papierene Schächtelchen

Gundi Marketenderin

Then it was time to go to the battlefield. For the battle we marched with the rest of the camp followers who were to watch. The battlefield was not far away from the camp and we found a very good place. From where we sat we had a pretty good view of the battlefield, that is until the fighting started! Then most of the field was swallowed up in a big cloud of gunpowder smoke. It was very interesting, but very very loud. Since we had a place to very good friends which acted as Military surgeon we “ patched up“ the number of  „wounded“ soldiers. It was very hot in the sun and I felt so sorry with the poor soldiers in their woolen uniforms. I admired the horses- they all were very well educated and none of them freaked out- they did a good job and after the battle they all had a refreshing bath in cool water.

I have  made a short video that I filmed while watching the battle. It is not very good but it is just to give you a little impression of the battle.

Dann wurde es Zeit sich auf das Schlachtfeld zu begeben. Auf dieser Wiese fand vor über 200 Jahren die Schlacht statt

Truppen Es war sehr interessant, sehr sehr laut- die bayerischen Soldaten links unten waren nur ein paar Schritte von unserem Lageplatz entfernt. Überall flogen die Papierfetzen, es roch nach Pulver und die abgefeuerten Kanonensalven hüllten die Wiese in einen Schleier aus Pulverdampf. Die Pferde blieben erstaunlich ruhig. Einige tänzelten zwar etwas erschrocken, blieben aber doch sehr konzentiert und folgsam.

Mein Video ist nicht (klanglich vor allem ) nicht besonders gut aber es gibt einen guten Eindruck über die „Schlacht“ wieder.

*Klick*

Und es war heiss. Sehr heiss.

Collage SoldatenWir hatten uns zu dem Militärchirugius gesellt. Und wenn schon die ersten „Verwundeten“ eintreffen, hilft man doch gerne beim Verbinden mit.

Collage Verwundete

Im Bild rechts unten sieht man ein paar Papierschnipsel. Das ganze Feld war davon übersät. In solchen Papiertütchen wird das Pulver für die Gewehr aufbewahrt. Der Soldat reisst diese mit den Zähnen auf und  lädt sein Gewehr damit. Die Gewehre sind entweder Originale oder Repliken. Jedenfalls sind sie (für mich zumindest) sehr schwer und nach einigen Salven ist der Lauf fürchterlich heiss.

Die Darsteller in ihren dicken Uniformen schwitzten fürchterlich  in der sengenden Sonne. Da tat eine kurze „Rast“ bestimmt sehr gut.

Verwundete 2Nach der „Schlacht“ zogen alle in das Dorf zurück. Die Darsteller fanden sich bei ihrem Zeltlager ein, die anderen feierten im Dorf.

After the battle we went together with the camp followers and visitors back to the camp. There we visited some friends and looked around. It was very interesting, since I have never seen a camp like this before. I wish I can some day also live in a tent like this but I fear this is not good for my rheuma * sigh* and I have not enough equipment yet.

Collage Lager

Collage AbendUnd so ging langsam ein schöner Tag zu Ende. Sonnenverbrannt, müde aber begeistert ging es dann gegen Abend wieder nach Hause.

All in all: It was a wonderful and unforgettable day and I can’t wait to go to a further reenactment again.

Danke an Maren für ihren Platz in der Kutsche und die vielen netten Begegnungen mit neuen und alten Freunden.

Und wer will, kann sich gern noch die Reportage des Bayerischen Rundfunks  *klick

oder den Bericht von Sat1 ansehen *klick*