Startseite » Meine Nähprojekte / My Sewing Projects » Jeans sind eine Einstellung ;-)

Jeans sind eine Einstellung ;-)

Natürlich Jeans!

Oder kann sich einer ein Leben ohne Jeans vorstellen?

Jeans sind die edelsten Hosen der Welt.

Ich meine natürlich echte Jeans!

Echte Jeans dürfen zum Beispiel keinen Reissverschluss haben vorn.

Wer Jeansträger ist, weis, welche ich meine.

Jeans sind Hüfthosen, das heisst Hosen, die einem von der Hüfte rutschen,

wenn sie nicht eng genug sind und einfach durch Reibungswiderstand oben bleiben„.

Ulrich Plenzdorf: Die neuen Leiden des jungen W.

Diese Worte gingen mir letzte Woche durch den Kopf, als ich an meiner ersten selbstgenähten Jeans gearbeitet habe. In der Schneiderinnung München wurde ein Jeanskurs angeboten, mit Schnitt erstellen und Verarbeitung. Die Kurse in der Innung sind immer eine Herausforderung. Meistens bin ich der einzige Laie zwischen lauter Gesellinnen und Meisterinnen. Das ist einerseits etwas schwierig im Tempo der Profis mit zu halten, andererseits lernt man sehr sehr viel.

Aber fangen wir von vorn an:

Der Kursleiter erklärte uns zunächst wie man richtig maßnimmt, und anhand dieser Zahlen den Schnitt erstellt.

Schnitt

Es beginnt mit einer einfachen Linie. Diese wird anhand der Maße mehrfach unterteilt, halbliert, geviertelt. Die Linien werden verbunden, mal gerade mal schräg oder kurvig. Und fertig ist der Hosenschnitt. Klingt einfach, oder? Ist es aber nicht. Der Kursleiter war sehr geduldig,ging immer wieder jeden einzelnen Schritt durch und liess mich insgesamt zweimal den Schnitt zeichnen.  Um aber jetzt richtig gut Schnitte erstellen zu können, müsste ich viel und lange üben. Also, ich weis nun in Grundzügen, wie man einen Schnitt nun erstellt, wie er aufgebaut ist und worauf man achten muss, aber allein würde ich ihn nicht hinbekommen. Ehrlich.

Sewing

Endlich ging es ans Zuschneiden und Nähen. Eine Jeans wird anders genäht, als eine „normale Hose“. Man beginnt mit den Schrittzwickel von Vorder -und Rückteil. Dann bügelt man die Stoffteile nach einem bestimmten System damit sie später bequem sitzt. Der Stoff wird an den Hüften, Schritt und Knie regelrecht gedehnt, bis er richtig „ausgebeult“ aussieht. Eine merkwürdige Art, aber sehr wichtig und hilreich. So kann man auch daheim seine Jeans bügeln, wenn sie etwas zwicken sollten.

Taschen

Dann geht es weiter mit den aufgesetzten „Gesäßtaschen“.  Die dicken Säume, die beim umbügeln entstehen, werden vorher mit dem Hammer bearbeitet. So lassen sie sich leicher nähen.  Die Taschen haben viel Spass gemacht, man kann seiner Phantasie freien Lauf lassen und richtige Kunstwerke gestalten. Ich habe mich für die „einfache“ Verzierung entschieden.  Die vorderen Beuteltaschen sind eine kleine Wissenschaft für sich, ebenso der Reissverschluss.  Der Kursleiter hat mir die schwierigsten Teile  wie Beuteltaschen, Hosenreissverschluss °° abgenommen, während ich so kleinere Sachen wie die Gürtelschlaufen oder die Ziernähte an der Innenseite der Jeans und am Bund genäht habe. °° (diese Techniken möchte ich noch einmal in einem separaten Kurs lernen)

Collage

Am Sonntag Abend war der Kurs zu Ende, die Hose war leider nicht fertig geworden und ich musste daheim weiter nähen. Der Kursleiter hatte mir Bilder gemailt, die mir bei der Endverarbeitung sehr viel geholfen haben.  Gestern habe ich noch die Nieten und Knöpfe eingeschlagen, den Saum an den Beinen genäht und noch einmal schön gebügelt.

Ready

Sie passt hervorragend und ist wunderbar bequem  :-).

DSC01309_v1

 

No 1

DSC01382

Herzlichen Dank an Rudolf Türk, Kempten

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s