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Haeckel schillert durch die Bäume – Jena Teil 2 / Haeckel shimmers through the trees

Es war sehr, sehr warm als wir, die liebe Simone und ich, uns am frühen Nachmittag zu unserem verabredeten Ort- die Stadtkirche Jena- begaben. Es wehte kein erquickender, kühler Wind und die Sonne brannte. Und mein neues Musselinkleid ist nun wirklich federleicht. Da behalfen wir uns mit einem recht ungewöhnlichen Mittel: Eine Handvoll Eiswürfel ins Mieder stecken. Es hilft! Ehrlich! Man sollte ernsthaft über die Erfindung eines kühlbaren Blankscheits nachdenken. 🙂

Bewundernswert, mit welch stoischem Gleichmut die anwesenden Herren die Hitze ertrugen. Aber, von wackeren Helden kann man dies schon erwarten.

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The weather on this Saturday afternoon has just been unbelievable: no wind, sunshine and […] over 40 degrees when lovely Simone and I went in our Regency dresses to our meeting point: The Stadtkirche Jena

My new musselin dress is very light, but despite of this I have  had no Idea how to stand the upcoming hours in this intense heat. But then we had a wonderful Idea: We filled our bodice with some Ice cups! Very unusual, but extremely helpful!!!  I think I should seriously consider to create a “cooling bodice” 😉

Hats off  please for our Gentlemen. Although  their outfit consists of heavy woll they tolerated the heat with stoic patience

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Die werthen Damen Vera und Heike führten uns durch das historische Jena. Wir lernten die  7 Weltwunder von Jena kennen, wir betrachteten den wunderbaren Ginkobaum vor dem botanischen Garten und bangten vor dem Fichteschen Haus um dessen Sicherheit. Dann traten wir im wahrsten Sinne des Wortes in Goethes Fusstapfen: Als Goethe Schiller zum ersten Mal begegnete, erläuterte Goethe Schiller seine Gedanken zur Metamorphose der Pflanze. Auf der Strasse befinden sich eingelassene, goldfarbene runde Steine die Symbole von Pflanzen haben. Sie führen in Serpentinen durch die Stadt, so dass man sich gut vorstellen kann, wie die beiden einmal nach links, dann nach rechts gingen, stehen blieben und diskutierten.

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The elegant Ladies Vera and Heike led us through the historic city Jena. We learned more about, the 7 worldwonders of Jena, we saw the old Ginkotree at the Botanic Garden and walked in Goethes and Schillers footsteps while they discussed the Metamorphosis of plants. Finally we walked to Schillers Gardenhouse

Unsere Stadtführung endete vor dem Schillerschen Gartenhaus. Dort erwarteten uns die treuen Diener des Hauses zu einem kurzen Rundgang durch das Wohnhaus des großen Dichters.

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Dieses großartige Erlebnis wollte natürlich schriftlich festgehalten werden. Und wo liess es sich besser dichten und schreiben als am Schreibpulte des großen Schillers?

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The friendly stuff welcomed us and led us through Schillers Gardenhouse. And this marvelous event inspired us to write some poems or letters to our friends- at Schillers Desk.

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At Schillers Garden we were invited to have some fresh drinks and food, including bread and butter, ham, wine, cakes and other delicious food. It tasted excellent to the wonderful “Jena wine” ( Haeckel disliked the Jena wine, so he mixed dry and sweet wine together with Sugar and peachjuce- and called this drink: Schorlemorle—by the way.. it tastes not really good)

It was wonderful to walk to Schillers wonderful garden with the pretty roses. Later in the evening some of the participants from our group recited poems, prose and sketches. i.e Erlkönig and The Hostage

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Im Garten erwarteten uns Erfrischungen und Gaumenfreuden. Auch das berühmte Butterbrot wurde gereicht, es schmeckte vortrefflich zum Jenenser Wein. (welcher Haeckel nicht besonders schmeckte, jedenfalls hatte er die Angewohnheit, trockenen und lieblichen Wein zusammenzuschütten und diesen mit Zucker und Pfirsichsaft zu einem Getränk welches er „Schorlemorle“ nannte „zu verpanschen“. …….!!! Ja,…… die Besucher pflegten deswegen zu Einladungen im Hause seiner Exzellenz den Wein selbst mitzubringen, oder den Hausherren zu bitten: .. haben sie nicht einen schönen Tropfen aus Italien im Keller“ ? )

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Simone und ich lustwandelten duch den herrlichen Garten, bevor wir uns an Spiel und Tanz, Gespräch, Theater erheiterten.

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Wir hörten Schillers Bürgschaft und Goethes Erlkönig, zwei recht dramatische Gedichte. Und ein Auszug aus „die Räuber“ wurde auch zum Besten gegeben.-Mit verteilten Rollen vom werthen Frl. Vera und dem rebellischen Fräulein Sethe vorgetragen.

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Es war wundervoll, zwischendurch im Garten zu flanieren, und „Hackel durch die Bäume schillern zu sehen“.

Goethe hatte Schillers Gartenhaus von einer gewissen Anhöhe gezeichnet. Und just auf jenem Platz liess Haeckel sein Haus errichten- vom Arbeitszimmer Haeckels hat man immer noch- eine gute Sicht auf das Türmchen, die Gartenzinne.

Goethe drew a picture from Schillers Gardenhouse in 1810. Haeckel loved this picture so much and he decided to have a house at the same place. Haeckels Villa Medusa was built exactly there and from Haeckels fromer workroom you can still see the little Tower- Schillers Gartenzinne

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Doch auch jeder schöner Tag geht einmal zu Ende.

This wonderful time ended around 9p.m. and it was time to say good bye to all the lovely people.

Gegen 9 Uhr mussten wir leider und schweren Herzens den schönen Ort verlassen.DSC06828_v2

Am nächsten Morgen floh ich kurz vor meiner Abreise ins Phyletische Museum- um mich abzukühlen- es war immer noch schrecklich heiss.DSC06888

I left Jena on Sunday noon. Since I had to catch my train to Munich around 1pm I decided to visit the Phyletic Museum- which is very close to the station. The stuff was very friendly and they were happy to met a descendant from Haeckel. (Ahhh you are from Munich… This is Walters Great-grandchild!.. Oh.. the Bavarian 😉 Jaja… ).So I was allowed to make some pictures together with “Haeckels” Gorilla- which was a present from my Great-grandaunt Lisbeth to her Father.

Die Anwesenden Damen des Museums freuten sich sehr, eine Haeckelnachfahrin als Besucherin zu haben- auch wenn diese nicht von der (scheinbar beliebteren) Leipziger Seite kam: „Ach.. vom Walter—das ist doch der, der nach Bayern gegangen ist“ 😉 ). Am meisten freute ich mich über die hübschen, kleinen Quallen. Diese sind wirklich „süß“. Sie schwimmen in einem Zylinder und ernähren sich von kleinen Krebschen. Diese sind so klein, dass sie auf den ersten Blick wie kleine weisse Punkte wirken. Wenn die Quallen sie fressen, setzten sie sich als rosa Tupfen am Rande des Schirms ab. Und die Quallen sind auch nicht giftig. 🙂

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und natürlich über den berühmten Gorilla, den Haeckel einst als Geschenk von seiner Tochter Lisbeth erhielt.

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Gorilla

Und dann musste ich auch schon wieder zum Bahnhof und von Jena Abschied nehmen. Doch im September werde ich wieder ein paar Tage in Jena bleiben, und dann weiter nach Weimar reisen.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals herzlichst bei den Mitgliedern der Jenaer Gesellschaft- bedanken, welche diesen schönen Tag unvergesslich gemacht haben.

 

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Sven and Sophie.. the wonderful staff from Schillers Gardenhouse

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A big thank you to Vera and Heike for this wonderful time. And I can`t wait to come back in September

 

Du mein Jena, Dein gedenk’ ich!
Nimmermehr vergess’ ich Dein!
In der Ferne will ich lauschen,
Traute Saale, Deinem Rauschen,
Will an Deinen Ufern sein!

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