The hare and my 1930’s Sweetheart Overall

Als ich neulich in meinem Kleiderschrank ein wenig aufräumte, entdeckte ich in einer dunklen Ecke etwas rotes… Ich zog es hervor und hielt mein erstes Nähprojekt in meinen Händen. Ein 30er Jahre Hosenanzug den ich ca 2011 in einem Nähkurs genäht hatte. Ich hatte ihn völlig vergessen, ich habe ihn vielleicht zweimal zu einer Flüsterparty getragen, aber sonst nie.

While I was sorting my cloth in my capboard my eyes catched a red trouser in a dark corner.  A few seconds later I held my first sewing project in my hand which was made during a sewing class 3 years ago: A red Overall. The Overall was worn during one or two „Flüsterparties“ in 2011/2012 only. 

Ich glaube, ich habe noch nie Bilder davon gemacht und da neulich das Abendlicht sehr schön war, beschloss ich relativ spontan ein paar Photos zu machen.- Natürlich an meinem Lieblingsplatz: Die Felder hinter dem Friedhof.

I think I have never written about it and so I decided to make some pictures with my Overall in the fields behind the graveyard. It was a very windy  evening while walking in the meadows but I enjoyed the wonderful evening light and to see the fields covered with lovely poppies.

Es war ein sehr windig und recht frisch aber in der Abendsonne liess es sich gut aushalten. 😉 Die ganze Zeit über beobachtete mich ein sehr neugieriger Feldhase. Ich musste die ganze Zeit lachen, wenn der riesige Kerl mit seinen langen Ohren  immer wieder hinter dem Stativ auftauchte und mich recht neugierig ansah.

During the photoshooting I was „stalked“ by a very big hare who looked inquisitively into my direction. He was very curious to see what the „red hare“ did all the time (Jumping around like him and working with a strange thing).

And now.. here are some pictures:

 

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Wie soll man da ernst bleiben, wenn Meister Hase hinter dem Stativ auf und ab springt  😉

 

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Zwei Radiobeiträge des Bayerischen Rundfunk und des Hessischen Rundfunk über Ernst Haeckel

Ein Bericht über „lebende Kristalle“

passend zum letzten Blog über die wunderbare Welt der Kleinstlebewesen habe ich diesen Beitrag im Archiv des Bayerischen Rundfunk aufgelesen.

Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, empfehle ich euch das Buch

Kristallseelen (*klick*). 

 

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„Darwins Prophet“ Eine Sendung über Ernst Haeckel aus dem Archiv des Hessischen Rundfunk aus der Reihe hr2 Wissenswert von 2009

Ich habe auf der Seite des Hessischen Rundfunk auf eine Sendung über Haeckel gefunden. Sie ist zwar schon etwas älter, aus dem Jahr 2009, anlässlich Haeckels 175. Geburtstag. In dieser Sendung kommt Prof. Olaf Breidbach† (Univ. Jena) zu Wort, ebenso ist die Stimme Robert J. Richards ( einer der führenden Haeckelexperten ) Universität Chicago zu hören.

Eine, für mein Empfinden, ausgezeichnete Zusammenfassung über Haeckels Leben und seine wichtigsten Werke.

In 2009 a broadcast was transmitted on the occasion of Haeckels 175. Birthday from the Hessian Broadcasting Service. Here you can here the voices of Prof. Olaf Breidbach† (University Jena), and Robert J. Richards. (Prof. of the Histroy of Science and Medicine at the University of Chicago and the author, of „The Tragic Sense of Life“ Ernst Haeckel and the Struggle over Evolutionary Thought“).

 

 

Ein „allerreizendstes“ Tierchen: Dictyocysta

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Gestern ist meine Dictyocysta angekommen. Liebevoll eingepackt, in einer Dose mit Glasdeckel, fein auf ein Bett aus feinster Holzwolle gebettet und allerliebst mit einem Schildchen versehen. Obwohl sie einen weiten Weg hinter sich hat, Jena- München, hat sie die Reise gut überstanden und ich weiss nicht, wer von uns beiden mehr strahlt- sie oder ich.

Yesterday my Dictyocysta has finally arrived. Affectionately packed in in a lavish box filled with wood shavings.  She has endured the long journey from Jena to Munich very well and I doǹt know whos eyes are more gleaming 😉 DSC05648 Was ist denn nun bitte eine Dictyocysta?

Eine Dictyocysta ist ein Wimperntierchen, ein Plankton, das Algen und Bakterien frisst. Seine spitze, vasenförmige Aussenhülle umschliesst mehrere Zilien, die Nahrung in den Mund fegen.

Ernst Haeckel  beschreibt sie wie folgt: Die kegelförmige harte Schale hat fast die Gestalt einer päpstlichen Tiara und ist gitterförmig mit Löchern durchbrochen. Wir nehmen nun Haeckels Kunstformen der Natur zur Hand, suchen die Tafel 3 der sogenannten Wimperlinge und tadaaaaa.. da ist sie schon:

But.. what is a Dictyocosta please? A Dictyocysta is a Tintinnid, a plankton that feeds on algae and bacteria. Its lacy, vaseshaped outer shell partially enclosed multiple cilia that sweep food into its mouth. Ernst Haeckel wrote of Dictyocysta „the cone-shaped shell has almost the appearance of a papal tiara and is punctured with a trellils pattern of holes„.

Well, let us have  a closer look at Haeckels „Art Forms of Nature“ and .. tadaaa.. here she is:

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Ernst Haeckel. Kunstformen aus dem Meer / Kunstformen der Natur Prestel Verlag ISBN 978-3-7913-4660-1

Ist sie nicht eine vollendete Schönheit? Dieses wunderbare Schmuckstück- inspiriert von Haeckels Kunst und Naturanschauungen stammt von einer Dame aus Jena die 3D gedruckten Schmuck herstellen kann.

Ich bin eigentlich kein besonderer Freund von Schmuck, aber diese herrlichen 3D Werke haben mich sofort angesprochen. Haeckels Kunstformen hatten wir nur als Nachdrucke zu Hause und ich erinnere mich, dass ich mir immer gewünscht habe, so eine Radiolarie oder einen solches Tierchen als Anhänger tragen zu können.

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She is a perfect beauty, isn`t she? This wonderful Jewellery -inspired by Haeckel are made by a Lady from Jena who creates 3D- printed, naturalist- inspired jewellery. Haeckels stylistic approach to depicting the natural world and placed him at the forefront of the Art Nouveau movement. At the Bavarian Nationalmuseum you can see this wonderful Art-Nouveau-movement box.

Die Idee nach Haeckels Kunstformen der Natur Schmuck, Möbelstücke etc. herzustellen, wurde bereits vor 100 Jahren aufgegriffen. Am besten lässt sich Haeckels Einfluss auf die Kunst u.a. am Münchner Jugendstil erkennen. (Mehr zum Thema Haeckel und Jugenstil findet ihr hier). Im Bayerischen Nationalmuseum begegnet man z.B. in der Jugendstilabteilung dieser schönen Deckeldose.

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Dieses schöne Regal, verziert mit Radiolarien und Medusen steht in Haeckels Arbeitszimmer in der Villa Medusa

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Die Idee mittels 3D Schmuckstücke nach Haeckels Werken herzustellen finde ich wunderbar. Ich glaube, Haeckel wäre begeistert. I think, Haeckel would also be a fan of 3D printed Jewellery. To learn more about „Ontogenie“ please follow this link.

Um zu „Ontogenie“ zu gelangen, könnt ihr entweder nach Jena fahren 😉 oder *hier* klicken. Den Link findet ihr auch rechts in der Seitenleiste unter „Jewellery inspired by Ernst Haeckel“

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Der unendliche Reichtum der Natur an Schönen und Erhabenen bietet jedem Menschen, der offene Augen und ästhetischen Sinn besitzt, eine unerschöpfliche Fülle der herrlichsten Gaben.

Ernst Haeckel

Literaturtipp: Eine besonders schöne Beschreibung über Haeckels Kunstformen der Natur könnt ihr bei Norbert Elsner: „Bilderwelten“ ISBN 978 3 8353 0208-2 nachlesen

Warum eigentlich Ernst Haeckel?

Wir schreiben das Jahr 1936: Mein Urgroßvater Walter hatte sich in einem Vorort von München ein Haus gebaut, welches nach dem Tod von meiner Urgroßmutter in den Besitz an Ingeborg Haeckel- meine Großtante überging. Meine Eltern durften dort 1966 einziehen, und wir Kinder hatten das Glück, in einem wunderschönen, geheimnisvollen Haus aufzuwachsen. Ein Haus voller Antiquitäten alter Bilder und Gemälden die alle ihre Geschichte hatten. Unser liebstes „Spielzeug“ war die Büste, die bei meinen Eltern heute noch im Garten einen Ehrenplatz hat. Lasst mir den armen Ernst Haeckel in Ruhe! rief meine Mutter immer, wenn wir- (meine Brüder und ich) gar zu wild mit ihr umgingen.

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Das geheimnisvollste an meinem Elternhaus war der Dachboden, den man durch eine Ziehtreppe erreichen kann. Dort lagerte die Aussteuer meiner Großtante Ingeborg und sonstige geheimnisvollen Dinge. Und das wichtigste war: Das Betreten war streng verboten! Alle hielten sich dran. Naja.. fast alle. Bis auf eine. Genau! Ich natürlich. Für mich gab es nichts schöneres als auf den Speicher zu gehen und in den Kästen, Schränken und Kisten zu kramen und mich zu gruseln- weil ich in jedem dunklen Winkel die kleine Renata  wähnte, die doch da oben wenn es dunkel ist spielte- anders konnte ich mir das nächtliche Knacken und Knistern im Haus als Kind nicht erklären.

Wer ist denn der Ernst Haeckel? Das ist euer Ururgroßvater Kinder, der hat ein Museum in Jena. Aha. Und mehr wurde darüber nicht gesprochen.

Teilweise, mit viel Glück erfuhr man dann doch etwas über die Vorfahren. Aber was will man mit Sätzen wie: Mein Großvater war gern in München, da hat er uns immer besucht. Oder: Renata ist auch gern- wie du- auf dem Bauch gelegen und hat gelesen, anfangen? Herzlich wenig

Als meine Großtante starb, wurde der Dachboden geräumt und der Inhalt nach Jena und in die Archive nach Murnau gebracht. So wollte es das Testament.

Wir behielten die Bücher, private Photos und Bilder und weitere persönliche Dinge.

Im Sommer 2007 wollte ich mich  näher mit der Familiengeschichte auseinandersetzen. Ich wollte wissen, wer denn nun eigentlich dieser Ernst Haeckel war. Dieser geheimnisvolle Mann, von dem kaum gesprochen wurde. Ich wollte gern näheres über den Maler Walter Haeckel erfahren, dessen Bilder inzwischen in meiner Dachstube hängen. Und was war denn nun so schlimm, an diesen Personen, dass man nicht über sie redete?

Und in solche Gedanken vertieft stand ich nun vor dem „Haeckelregal“ und beschloss mit der “Entwicklungsgeschichte einer Jugend“ anzufangen. Der ist ja wie wir, dachte ich. In vielen Berichten, etwa die Schilderung seiner Studentenbude, oder wenn er Zweifel während des Studiums hatte fand ich mich selbst wieder. Ein Mensch wie du und ich. Von da an hatte er einen Platz in meinem Herz.

In der VHS wurde 2007 ein Vortrag über Ernst Haeckel angeboten. Ich kam mit dem Dozenten ins Gespräch und als er erfuhr, dass die Nachfahrin vor ihm stand, schlug er begeistert vor: Halten Sie doch einen Vortrag über ihre Familie. Das wäre doch eine wunderbare Ergänzung der Darwin Reihe.

So fing alles an. Ich „frass“ mich buchstäblich durch sämtliche Haeckel Biografien, Briefe und Reiseberichte die sich bei uns befanden, kehrte unterstes nach oben, stellte das Elternhaus auf den Kopf, fuhr nach Jena, telefonierte mit Zeitzeugen und entfernten Verwandten, säuberte den Grabstein auf dem Waldfriedhof . Aber trotz aller Begeisterung hatte ich immer das Gefühl etwas Verbotenes zu tun. Oft hatte ich schreckliche Albträume: Walter Haeckel stand vor meinem Bett und schimpfte. Die kleine Renata schwebte auf mich zu, legte ihre Hand auf mein Gesicht und die Welt versank in Spinnweben . Ich stand vor dem Familiengrab und zog eine weisse Decke weg und meine Verwandten verlangten wütend sie sofort wieder zuzudecken- es sei kalt und sie wollen schlafen.

Aber warum nun diesen Blog und Haeckelsdream?

Es ist einfach so, dass für mich die Auseinandersetzung mit unserer Familiengeschichte so eine Art persönliche Psychoanalyse war . Eine Antwort auf die Urfrage- die wir uns alle stellen: Wer bin ich? (und wenn ja, wieviele  🙂  ).

Fazit:

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Mein Favorit ist und bleibt die Person Ernst Haeckel. Ein interessanter Mensch, sehr facettenreich und einfach sehr faszinierend. Der von seinen Studenten glühend verehrte Professor- alle die ihm begegneten waren bald „verhaeckelt“. Von seinen Kindern bewundert, von seinen Enkelinnen heiss geliebt. 

Und doch ist es traurig zu erfahren, dass einige Familienmitglieder sehr unter ihm litten weil sie versuchten, seinen hohen Ansprüchen, die er an sich und die Umwelt stellte zu genügen und teilweise unter ihm zerbrachen.

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Wie muss seine Ehefrau Agnes unter diesem interessanten Mann, der ständig unterwegs war und Schlagzeilen machte gelitten haben. Mich wundert es nicht, dass sie unter diversen Krankheiten litt und schwer depressiv war. Ständig im Schatten der Vorgängerin zu stehen ( Anna), eine schwierige, dominante Schwiegermutter zu haben und dann hat ihr Ernst noch eine Geliebte, die schöne und intelligente Frida). Ich glaube eine einvernehmliche Trennung im Guten hätte ihr Leben vielleicht verlängert? Vielleicht wäre sie zu ihrer Tochter Lisbeth gezogen und wäre dort im Kreise der Mayer´s in Frieden alt geworden? Man weis es nicht. 

Oder seine Tochter Emma. Ich habe ihre Person aus der Versenkung geholt und  ihr einen Blog gewidmet. Auch wenn sie nicht so war, wie sich Haeckel seine Tochter vorgestellt hat.. sie gehört genauso dazu und verdient es beachtet und geachtet zu werden. 

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Vielleicht könnt ihr jetzt auch besser verstehen, warum ich mich so für historische Kleider interessiere. Weil ich mich dann einfach besser in die Zeit meiner Vorfahren versetzen kann: Wie sich das anfühlt, den ganzen Tag ein Korsett zutragen. In einem historischen Kleid spazieren zu gehen oder in einer Kutsche zu sitzen.

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Wohl dem, der seiner Väter gern gedenkt, der froh von ihren Taten, ihrer Größe den Hörer unterhält und, still sich freuend, ans Ende dieser schönen Reihe sich geschlossen sieht! Denn es erzeugt nicht gleich ein Haus den Halbgott, noch das Ungeheuer: Erst eine Reihe Böser oder Guter bringt endlich das Entsetzen, bringt die Freude der Welt hervor. *Goethe*

 

Komm lieber Mai und mache

Willkommen im herrlichen Frühling liebe Leser. Am Bodensee ist es zu dieser Jahreszeit einfach am schönsten. Wollen wir nicht einen kleinen Spaziergang machen?

Finally it is spring. And here at Lake Constance it is so lovely and I would love to have a walk to show you my favorit places

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Der herrlich blühende Hartriegel

 

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Das verwaiste Atelier der Malerin Rose S.-L

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Schloss Kirchberg

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Seeblick vom Schloss Kirchberg

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Waldmeister / Woodruff

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Waldmeisterernte 🙂

 

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