Startseite » My Journeys / Reisen » … hat ein Zetterl im Schnabel, von der Mutter einen Gruß

… hat ein Zetterl im Schnabel, von der Mutter einen Gruß

DSC04742

Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Friederike Johanna Sethe. Ich bin 16 Jahre alt und komme aus München, dem Königreich Bayern. Unser König ist Max I Joseph von Bayern– ein stattlicher kluger Mann, der durch Schlauheit von Napoleon die Königskrone und riesige Ländereien bekommen hat.

98_Max_I_42x59

Schon immer wollte ich Putzmacherin werden. Dank meiner Tante, der Canzley Directorin Sack von Ullrich habe ich nun eine Zusage der ehrenwerthen Mme Bettinger in Menden bekommen und seit einigen Wochen bin ich nun bei der Mme Bettinger in Diensten. Wie herrlich ist es dort. Mme ist so gütig und ich lerne so viel von ihr.

Oh.. wie oft plagt mich das Heimweh und oft, wenn Mme nicht hinsieht, vergiesse ich heiße Thränen in meinem Kämmerlein. Wie geht es wohl den Katzen? Und den kleinen Geschwistern? Besonders der kleine Ferdinand Maria ist mir doch sehr ans Herz gewachsen.  Meine gute Mama hat immer gesagt: Friederiken, verwöhne mir den kleinen Ferdl nicht zu sehr. Doch wie könnte ich dem kleinen Kerlchen etwas abschlagen.

Und eines Abends setzte ich mich hin, und schrieb der lieben Mutter einen Brief.

My I introduce myself? My name is Friederike Johanna Sethe. I am 16 years old and I am from Munich, United Kingdom of Bavaria. Our King is Maximilian I. Joseph of Bavaria. A very brave and wise men.

As always I wanted to be a „Putzmacherin“. Thanks to my aunt Mme Sack von Ullrich I was accepted to become an apprentice at Mme Bettingers Putz- and Modehandlung at Menden.  Mme Bettinger is very friendly and I love her so much but despite of this I am often very homesick. I miss my familiy so much, the cats, the siblings, especially my little brother Ferdinand Maria.

And last week I decided to write a letter to my family

DSC04784_v1 (1)

 

Und endlich.. endlich kam nach vielen Wochen der ersehnte Antwortbrief. Doch nicht nur einer.. es waren 10 Briefe. Von den Geschwistern, dem Vater, der Mutter und sogar von meiner lieben Freundin Annamirl.

Meine große Freude läßt sich kaum Beschreiben

And finally, some weeks later I got an answer letter. But.. I received not only one letter, I received 10 letters! From my siblings, my parents and my dearest friend Annamirl.  I cried for happyness.

DSC04757_v1

 

Diese schöne Geschichte hat einen Hintergrund.

Am 13 Juni diesen Jahres wird das sogenannte Schmarotzerhaus zum Leben erweckt werden und eine frohe Schar von Näh- und Modebegeisterten Damen wird dort ein ganzes Wochenende residieren und das Leben einer Putz- und Modehandlung im 19. Jahrhundert nachstellen.

Die Zeit zwischen 1795 und 1820 wird lebendig: Im Schmarotzerhaus An der Stadtmauer 5 kann der Alltag in einer Modehandlung erlebt werden. Sabine Schierhoff („Kleidung um 1800“) und ihr Modeteam, bestehend aus Stickerinnen, Näherinnen und einer Vorlagenmalerin für Modestiche, betreiben in historischer Kleidung die „Putz- & Modehandlung Mme Bettinger“. Ganz wie in früheren Zeiten kann man sich bei den Damen in modischen Angelegenheiten beraten lassen und ihnen beim Anfertigen der Kostüme über die Schulter schauen.

Homepage der Veranstaltung: http://www.menden.de/museum
___________________________________________________________________________________
But now I think I should tell you more about this lovely story.
We are a circle of nine lovely friends from all across Germany, Switzerland and the Netherlands and we will revive the life in a milliner and dressmaker shop.
Please follow the link below and read more about us.

Und das bin ich / and thatś me

„Frl. Friederike Sethe

Friederiken ist erst im Mai als Lehrling in die Putz und Modenhandlung gekommen, nachdem ihre Vorgängerin das Haus verlassen mußte. Nachdem sie das Lehrgeld an Mmes Bettinger gezahlt hatte, brach sie aus ihrer Heimat München auf, um ihre lange Ausbildung zu beginnen. Kost und Logis in der Modenhandlung werden ihr gestellt, sehr zur Freude der Hauswirtin, mit der sie Erinnerungen an die baierische Heimat austauscht.
  Friederiken hat sich recht schnell eingelebt, wenngleich sie über ihre derzeitige Arbeit oft murrt, seit Tagen ist sie damit beschäftigt Stoffe abzulängen und Säume zu vernähen…aber Lehrjahre sind eben keine Herrenjahre.
Friederiken came as apprentice into the shop in May, after the prior apprentice had to leave. After she paid the apprentice’s due to Mmes Bettinger, she left her bavarian home Munich, to start the long years of learning. Board and lodge are free for her as she lives in the shop with the housekeeper, who is quite happy about it as the two often exchange memories of Bavaria.
Friederiken adjusted to the daily chores at the shop quite quickly, but nowadays you sometimes find her with a sour face as she has to cut fabrics and finish the edges for days on end…well all beginnings are difficult.“  Text- Sabine Schierhoff Kleidungum1800

 

Wie ihr seht, liebe Leser, würden wir uns alle sehr über Post freuen. Über Post von euch

Egal, ob in Sütterlin oder in unserer heutigen Lateinschrift.

Wir wärs mit einer Bestellung für einen Hut? Oder eine Lieferung die sich verzögert? Einen geheimen Liebesbrief an die Hausmutter? Einen Beschwerdebrief, weil der Hut nicht passt. Ein Billet zum Tanz. Oder an mich- das heimwehkranke Lehrmädchen?

As you can see, we all would love to receive letters from you. In French, German, English, Swedish.. Letters in Sütterlin and Kurrent are also welcome but this is not a must 😉 

Woǹt you write an order letter? Or a secret letter of love to one of us? Or a letter for the homesick apprentice? Would you write a letter to Mme Bettinger? 

 

img212 - Kopie

Bitte schreibt uns bis zum
15.Mai 2015 Einsendeschluß
an folgende Adresse (Absender nicht vergessen!):
To provide that this folded period letter will reach us, please put it into a second (modern) envelope
and send it to the following adress until  
May 15th 2015  closing date 
(don’t forget to mention sender’s name!):
Museum Menden
Projekt: Putz & Modenhandlung Mme Bettinger
Marktplatz 3
58706 Menden im Sauerland (Deutschland)“
DSC04789_v1 (1)
We now looking forward to hear from you
Yours
Friederike Johanna Sethe

6 Kommentare zu “… hat ein Zetterl im Schnabel, von der Mutter einen Gruß

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s