Willkommen in der Praxis Dr. Ernst Haeckel Öffungszeiten 5-6 Uhr morgens!


In meinem letzten Bericht habe ich über die Studienzeiten Ernst Haeckels geschrieben. Sicher könnt ihr es nicht erwarten wie es weiterging 🙂

Mein Ur-Urgroßvater, der ja mehr nolens volens  Medizin studierte, biss tapfer die Zähne zusammen. 1857 war es dann soweit: Er promovierte 1857 über die Gewebe des Flußkrebses. Somit konnte er den medizinischen Teil elegant umgehen und sein Lieblingsthema: Die Anatomie in seiner Arbeit verwenden.

Sein Staatsexamen legt er Anfang 1858 in Berlin ab. Endlich war es geschafft. Das erste was er nach Beendigung des Studiums tat, war nicht etwa eine Party mit Freunden sondern folgendes: Hier eine Anleitung wie sie in meiner Familie durchaus heute noch üblich ist:

Unterlagen vor dem Fenster stapeln, Fenster öffnen, Unterlagen in die Hand nehmen und der Reihe nach zum Fenster hinaus werfen.

Danach das Fenster schliessen und wie verrückt im Zimmer rumtanzen und singen bis die Wände wackeln und die Nachbarn sich beschweren.

Im März 1858 wird er approbiert und eröffnet formell eine Praxis im väterlichen Haus.  Doch der Erfolg seiner ärztlichen Tätigkeit ist gering.

Die Sprechstunden legt er, nach mündlicher Überlieferung, auf die Zeit von fünf bis sechs Uhr morgens. Ein paar Patienten hatte Ernst Haeckel tatsächlich: Es waren  drei Patienten – darunter das Dienstmädchen der Haeckels die sich böse am Finger verletzt hatte. Aber eines ist Sicher: Nachweislich ist keiner seine Patienten  deshalb gestorben.

 

 

Besuch der Villa Torrigiani und Abschied von Lucca


Gegen 4 Uhr trafen wir vor der herrlichen Villa Torrigiani ein. Die Gruppe wurde geteilt. Während der eine Teil die Villa besichtigten, durfte die andere Hälfte schonmal mit dem Picknick starten: Kleine Sandwiches,  gebratene Zunge diverse Getränke, herrliche Schokoladenkekse.

Einfach schön. Die Marchese Torrigiani die in den Sommermonaten den ersten Stock der Villa bewohnt, beschloss den Park für Besucher zu öffnen. Die Villa kann man ebenfalls betrachten.

Fotographien sind aus Rücksicht auf die Familie nicht gestattet.  Der Marchese sind wir sogar begegnet, wie sie in einem kleinen Geländewagen durch den Park fuhr. Aber nun seht euch selbst um:

Der eigentliche „Herr“ des Parks ist dieser nette Hund.

Er gesellte sich Angesichts des herrlichen Essens natürlich zu uns und liess sich ausgiebig kraulen und beschmusen.

Hier mit Aurora und Salonie… da ging es jemanden aber besonders gut 🙂

Den Park verliessen wir nur widerwillig.

Es war wie ein wunderschönes Märchen aus dem wir alle nicht mehr zurückkehren wollten.

Die Bewohner der ehemaligen Dienstgebäude schenkten mir einige Rosen. Ich hätte sie gern behalten, aber da ich nicht wusste wie sie den Flug überstehen sollten, überreichte ich sie Jeanette und Ihrem Mann.

Dann hiess es relativ rasch von den meisten Abschied nehmen.

Aurora lud mich ein noch mit Anita, Odette, Isabell, Violet und Corinna Essen zu gehen.  Es war ein wirklich netter Abend und mir viel es schwer als wir uns gegen 22 Uhr in einer kleinen Seitengasse in Lucca trennten.

Abendessen mit Violet, Anita, Aurora, Corin, Isabell ( nicht auf dem Bild) und Odette

Am nächsten Morgen hiess es um 8 Uhr Abschied von Lucca nehmen, denn zu diesem Zeitpunkt rollte der Bus aus der Stadt. Mein Flugzeug startete um 11 Uhr und schliesslich hatte ich gegen 14 Uhr wieder Münchner Boden unter den Füssen.

Es war ein wunderbares Erlebnis und ich bin immer noch nicht ganz auf der Erde. Ich habe so viele nette Leute kennen gelernt die ich hoffentlich bald wiedersehen darf.

Obwohl ich eigentlich in den 20er Jahren daheim bin, will ich die Atmosphäre der Empire Zeit nicht mehr missen.

Vielleicht fahre ich nächstes Jahr doch nach Bath

Napoleonic festival Teil 4 / Besuch der Villa Reale


Willkommen in der Villa Reale, unser Ausflugsziel am Sonntag.

Eine kurze Beschreibung des Anwesens: Quelle Wikipedia
Die Schwester Napoleons, Prinzessin Elisa Baiocchi, schuf zu Beginn des 19. Jahrhunderts diesen grandiosen Komplex, indem sie die schon ausgedehnten Ländereien „Orsetti“ mit anderen umliegenden verband, die auch einen Palazzo enthielten. Dieser war für lange Zeit die Residenz des Bischofs von Lucca.

Die Prinzessin modernisierte im Stil der damaligen Zeit den antiken „Palazzo Orsetti“ und die vorderen Loggias, die als Eingang fungieren, ließ jedoch im Wesentlichen die herrlichen Gärten aus dem 18. Jahrhundert intakt. Darunter das „grüne Theater“, das einst aus der Vegetation kreiert wurde und die „Allee der Kamelien“, ganz besonders wertvoll durch die zahlreichen raren Gewächse aus dem 19. Jahrhundert.

In diesem herrlichen Park verbrachten wir einen großen Teil des Sonntag Nachmittages. Es war einfach traumhaft. Die vielen Nischen in den „Tempeln“ inspirierte uns zu einigen netten Fotos.

Die herrlichen Springbrunnen brachten uns etwas Erfrischung. Es war zwar sonnig aber sehr schwülwarm.

Ist diese Allee nicht wunderschön?

Nein.. das sind keine Elfenflügel die mir da aus dem Rücken ragen 🙂 Nur mein Bonnet 🙂

Noch ein letzter Blick von einem der Pavillions dann ging es auch schon weiter. Uns erwartete ein herrliches Picknick.  Davon schreibe ich bald mehr.


Napoleonic Festival Teil 3 / Museumstour und Ball


Am Samstag trafen wir uns ( natürlich historisch gekleidet in 1812 Tageskleidung ) vor dem Palazzo Mansi. Mein Hotel war nur ca 3 Minuten davon entfernt 🙂 da konnte ich mir Zeit lassen beim Umziehen. Ich entschied mich für mein „Sterntalerkleid“ das ich zusammen mit Barbara genäht hatte. Der Hotelbesitzer dachte ich ginge auf eine Hochzeit :-D.

Wir versammelten uns alle im Hof des Palazzo bevor will alle durch das Museum geführt wurden.

 

Mit Odette im Palazzo Mansi

Mit Odette im Palazzo Mansi

Hier einige Bilder dieses wunderschönen Hauses.

Zum Mittagessen versammelten wir uns Ristorante Giglio. Das Essen war ausgezeichnet, aber ziemlich teuer. Meine Tortellini mit Bolognese (4 kleine Teilchen) 10 Euro! Naja. Auf der Piazza Napoloeone stand ein kleines Karusell, das musste natürlich als Kulisse für unsere schönen Kleider herhalten. Leider war es erst nach unserer Pause wieder in Betrieb.

Die Tour ging gegen 2 Uhr weiter zum Palazzo Pfanner. Drinnen waren wir leider nicht, aber der Park mit seinen herrlichen Zitronenbäumen und Rosen war ein Traum.

Anschliessend ging es weiter zum ehemaligen Antitheatro mit einem lustigen Stadtführer. Die Tour endete im Teatro Giglio. Ein für Münchner Verhältnisse ein eher schlichtes Theater ( da wurde mir bewusst in welch einer Kulturreichen Stadt ich eigentlich lebe ).

Mit Aurora, und Isabell ging ich noch ein Eis essen bevor wir zu unseren Hotels zurückgingen um uns für den Ball fertig zu machen. Vor allem wollte ich aus meine Schuhen raus. Ich hatte mir zwei Blasen gelaufen und fragte mich wie ich den Abend nur überstehen sollte. Zum Glück hatte ich Blasenpflaster dabei.

Um 19.00 fand ich mich am Palazzo Tucci in meinem Ballkleid ein.

Foto Franco Barrachi

Der Tanz war lustig aber teilweise war ich etwas frustriert ob meiner Unerfahrenheit. Gegen 23 Uhr wurde das Buffet feierlich eröffnet. Ich zog mich mit Salonie und Martina an einen Tisch zurück, gemeinsam speist es sich besser und lustiger. Um MItternacht beschloss ich den Ball zu verlassen. (Natürlich kann man einen Empirball nicht mit einer Flüsterparty vergleichen. Aber lieber hätte ich drei Tänze perfekt einstudiert und diese öfter getanzt als alle 8 halbseiden und unsicher ). Trotzdem war es recht nett. Nun viel Spass beim Bilderanschauen!

Mehr wunderschöne Bilder findet ihr auch Hier: http://francobaracchi.jalbum.net/

Aurora: Foto Franco Baracchi

Vielen Dank an Franco Baracchi der mir diverse Bilder seiner Webseite zur Verfügung gestellt hat

Napoleonic Festival in Lucca Teil 2 Tanzkurs


Italiano: Lucca - Palazzo Ducale

Italiano: Lucca – Palazzo Ducale (Photo credit: Wikipedia)

Um 19.30 sollte der Tanzkurs im Palazzo Ducale beginnen. Ich entschied mich für mein einfaches weisses Tageskleid und die rote Schärpe. Dazu kam noch Volkers rotes Tuch , die weissen Opernhandschuhe sowie die Seidenstrümpfe von Nehelenia ( ein Fehler wie sich hinterher rausstellen sollte- es war wahnsinnig warm!!) und meine roten Schuhe.

Unterwegs traf ich die ersten Teilnehmer der Gruppe ( sie waren alle festlich historisch gekleidet

Irina / Judith und ihr Mann im Hof des Palazzo Ducale

see filename

see filename (Photo credit: Wikipedia)

Margarita

Nach einer kurzen Begrüßung folgte dann der Tanzkurs unter der Leitung von Donald.  Das war alles doch recht neu für mich, Die Regency Tänze sind nochmal eine Spur anders als die Barocktänze, aber irgendwie kamen wir schon durch. Ich hätte gern den einen oder anderen Tanz nochmal wiederholt anstatt nach einem durchlauf insgesamt 8 Tänze zu lernen. Naja.

Tanzkurs

Kleine Pause mit Aurora / Isabell / Aniela

und weiter gings

Isabell und Aurora

Jeanette und ich „schreiten“ die Treppe hinab

Es war ein schöner, wenn auch anstrengender Abend. Donald der Tanzmeister hatte uns eine Liste mit den Tänzen gegeben die die Figuren der einzelnen Tänze beschrieben. Alles auf französisch :-D. Oh weh.. wie sollte ich mir das nur alles einprägen. :-D. Schnell noch einen Blick auf das morgige Programm geworfen: Museumstour und Ball standen auf dem Programm. Ziemlich müde sank ich nach einer notwendigen Dusche ins Bett.

Napoleonic Festival in Lucca Teil 1


Am 31.5 begann meine Reise nach Lucca. Nach einer kurzen Nacht machte ich mich auf den Weg zum Flughafen München. Ich muss zugeben, dass ich schon sehr aufgeregt war. Um 9.35 brachte mich der Bus zu einer unglaublich kleinen Air Dolomiti die mich nach Pisa bringen würde.

Doch als wir erstmal glücklich oben waren, begann ich den Flug zu geniessen. Ich hatte eine sehr nette Nachbarin aus den USA die ebenfalls nach Lucca wollte und so hatte ich gleich Gelegenheit mein Englisch etwas aufzufrischen

Am Flughafen Pisa angekommen, ging es gleich weiter mit dem Bus von Pisa nach Lucca. Und so kam ich gegen 13.45 in  Lucca an. Dank der freundlichen Hilfe eines Eisverkäufers fand ich dann auch mein Hotel, in dem ich die nächsten 3 Tage verbringen würde.

Nach einer ausgiebigen Dusche fühlte ich mich gleich viel besser und als ich meine Kleider aufgebügelt hatte ging ich auf eine erste Erkundungsreise durch Lucca.

Ich beschloss ein wenig auf der Stadtmauer die Lucca umringt spazieren zu gehen. Von dort hat man einen wunderschönen Blick auf die vielen Gassen und Häuser.

 

Margarita hatte uns einen Stadtplan mit den wichtigsten Treffpunkten für unser Wochenende geschickt. Hier der Palazzo Tucci in dem der Ball stattfinden würde

Palazzo Pfanner

Ich beschloss auf einen der vielen Türme dort zu steigen um von oben die Stadt zu bewundern. Es war wirklich wunderschön.

Auf dem Rückweg kam ich an einem Botanischen Garten vorbei. Als Ur-Urenkelin Ernst Haeckels ist das natürlich ein Muss :-). Natürlich ist dieser Botanische Garten kein Vergleich zum Münchner Botanischen Garten. Aber ich genoss die vielen Ginkobäume, die Rhododendronbüsche und die herrlichen Magnolienbäume.

Am meisten gefiel mir der Brunnen an dem man gleich seine Wasserflasche auffüllen konnte.

Auf dem Weg zum Hotel kam ich an einem kleinen öffentlichen Garten vorbei. Ich beschoss dort ein wenige zu Rasten und mit so netten Gefährten macht das gleich noch viel mehr Spass. (Leider waren die drei Herren nicht zum Streicheln aufgelegt).

An diesem Brunnen decken sich die Einwohner von Lucca mit Trinkwasser ein. Soetwas müsste es in München auch geben. Das wäre viel billiger als ewig Wasserkästen zu schleppen. Dort habe ich während des Wochenendes oft meine Wasserflaschen aufgefüllt  (Es schmeckte einfach herrlich)

Nur noch wenige Stunden, dann würde der Tanzkurs stattfinden. In dieser Buchhandlung habe ich Kaffee getrunken bevor ich ins Hotel zurückging um mich umzuziehen.